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"Play Fair Code": Erfolgsmodell im Kampf gegen Spielmanipulation und für Integrität im Sport

Dem 2012 gegründeten Verein "Play Fair Code" kommt eine zentrale Rolle im Kampf gegen Spielmanipulation zu. Am 27.2.2017 fand im Haus des Sports in Wien eine Pressekonferenz unter dem Motto "Fünf Jahre 'Play Fair Code' – Bilanz eines Erfolgsmodells und die zukünftigen Herausforderungen" statt.

Der Geschäftsführer des Play Fair Code, Severin Moritzer, stellte eingangs fest: "Wir wissen seit dem 13.11.2013, dass Österreich leider keine Insel der Seligen ist. Das war der Tag, an dem Österreich von einem großen Spielmanipulationsskandal erschüttert wurde.“ Den Play Fair Code habe es zu diesem Zeitpunkt schon gegeben und bereits Monate zuvor wurde mit Schulungen der Bundesliga-Vereine begonnen. "Wir haben bewiesen, dass wir etwas gegen Manipulation tun, wir gehen zu Nachwuchsathleten, zu den Profis in verschiedenen Sportarten. Aber auch bei allen anderen Beteiligten (Schiedsrichtern, Funktionären, Sponsoren bis hin zu Medien) werden entsprechende Schulungen durchgeführt." Moritzer erklärte, dass das klassische Einstiegsszenario bei Spielmanipulationen mit der Formel 4xA abläuft: Ansprache, Angebot, Annahme, Ausführung.
So sei es auch im oben genannten Fall von Dominique Taboga der Fall gewesen. Dass es nach Möglichkeit gar nicht erst so weit kommt, wolle man in die Herzen und Hirne der Spieler kommen. "Das geschieht mit der Formel der 3 R – Recognize, Resist, Report."

"Es muss in unser aller Interesse sein, dass wir für Fairness im Sport sind und dort gemeinsam auftreten, wo es darum geht, Betrug oder sonstige Malversationen hintanzuhalten", so Hans Peter Doskozil. Der Sportminister sei sehr froh über das Engagement des Vereins, der mit Schulungen und Informationsveranstaltungen für die so wichtige Prävention, Bewusstseinsbildung und Aufklärung sorgt.

Auch Günter Kaltenbrunner (Präsident Play Fair Code) sowie Günther Marek (BMI - Gruppenleiter für Gesundheit, Psychologie und Sport) betonten die gute Zusammenarbeit. "Wir haben in den vergangenen Jahren ausgezeichnet und reibungslos mit dem Bundeskriminalamt kooperiert. Der Play Fair Code hat sich in der österreichischen und internationalen Sportszene sehr gut etabliert und ist gut aufgestellt, aber wir wissen auch, dass wir noch einen weiten Weg vor uns haben", so Kaltenbrunner. Marek meinte, dass es für das BK sehr wichtig sei, dass effiziente und gute Präventionsarbeit geleistet wird.

Rapid-Kapitän Steffen Hofmann erklärte, dass es immer wieder Schulungen seitens des Play Fair Codes gibt und dass das eine sehr wichtige Sache – vor allem für junge Spieler – ist. FK Austria Wien-Legende Manuel Ortlechner betonte die Wichtigkeit der Aufklärungsarbeit, wies allerdings auch darauf hin, dass es hier wichtig sei, die Sprache der Jungen zu sprechen.

  • SERVICE: Der im Jahr 2012 gegründete Verein "Play Fair Code" ist eine wichtige Anlaufstelle im Kampf gegen Wettbetrug und Spielmanipulation. Weitere Informationen sowie der Jahresbericht 2016 zum Download finden sich auf der Homepage des Vereins "Play Fair Code" unter www.playfaircode.at

FOTOS: HBF/Pusch


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