"Generationen-Fit" will Frieden und Arbeitsplätze
Zum fünften Mal in Folge ging am 15. Mai der Fit-Start-Dialog in Gramatneusiedl/Marienthal (NÖ) mit dem Schwerpunkt "Generationen-Fit" über die Bühne. ...
"Fit für Österreich"-Impulstag im Burgenland
Das Sportministerium, die Österreichische Bundes-Sportorganisation (BSO) und die drei Sport-Dachverbände ASKÖ, ASVÖ und SPORTUNION freuen sich, Ihnen den ...
Video: Generationen-Fit - Begegnung mit Bewegung
Für sanfte, gesunde Bewegung. Gesund aktiv - Aktiv gesund. ...
Fit-Start 4000
Elf arbeitssuchende Menschen erhielten über das bundesweite ASKÖ - Projekt "Fit-Start 4000" 2010/11 die Chance, sich als Bewegungsbetreuer in einem neuen Arbeitsfeld zu etablieren. Gefördert vom Sportministerium wurde die "Aktion 4000" des Arbeitsmarktservice in den Jahren 2010/ 2011 genutzt, um Arbeitsplätze für BewegungsbetreuerInnen zu schaffen.

Gerlinde Gerlich-Bachhofner ist eine von jenen, die es geschafft haben sich bei der ASKÖ-Niederösterreich einen Job zu erarbeiten, der ihr so richtig Freude bereitet. Sie bewegt nun als Bewegungsbetreuerin im ASKÖ Bewegungscenter Trumau Senioren in Kursen, bildet gleichzeitig ÜbungsleiterInnen aus und betreut Bewegungsprojekte.

Informationen und Kontakt:
ASKÖ - Landesverband Niederösterreich, Gerlinde Gerlich-Bachhofner,
Tel. 0664 / 88 67 3003 oder 02253 / 61 879, E-Mail: g.gerlich-bachhofner@askoenoe.at sowie
ASKÖ - Landesverband Niederösterreich, Guido Wallner,
Tel. 02253 / 61 877 15 oder 0664 / 153 85 06, E-Mail: g.wallner@askoenoe.at
Fit-Start-Dialog 2011
BewegungsbetreuerInnen als Beruf
Reden und bewegen, Gesundheit fördern, Arbeitsplätze schaffen. Am 8.6.2011 fand in der Sporthalle von Gramatneusiedl / Marienthal (NÖ) bereits zum dritten Mal der Fit-Start-Dialog mit 70 ausgewählten TeilnehmerInnen aus fast allen Bundesländern statt. Diesmaliges Thema: Der Bewegungsbetreuer als Berufsbild. Gefördert vom Sportministerium im Rahmen des Projekts "Fit-Start 4000".
Weiterentwicklung
Der Fit-Start-Dialog 2011 beleuchtete die Einführung des in mehreren Themenfeldern aktiven Bewegungsbetreuers und die Entwicklungsperspektiven als Berufsbild. Anhand aktueller Beispiele wurden die Chancen und einige Rahmenbedingungen erläutert, wie Arbeitsplätze als BewegungsbetreuerIn geschaffen und deren Finanzierung gelingen kann. Damit sollte vor allem auch ein Beitrag zur bundesweiten Weiterentwicklung und Stärkung der Struktur des Sportdachverbandes ASKÖ und seiner Vereine geleistet werden. ASKÖ - Präsident Abg.z.NR Dr. Peter Wittmann äußerste sich dazu im Vorfeld der Veranstaltung folgendermaßen: "Für einen zukunftsorientierten Sportdachverband, der bundesweit tätig ist, stellen gesellschaftlich notwendige Dienstleistungen wie zum Beispiel die Nachmittagsbetreuung in Schulen eine besondere Chance dar. Die inhaltlichen und organisatorischen Vorbereitungen dafür sind jetzt zu starten. Nicht zuletzt dadurch werden unsere Mitglieder, die Sportvereine der ASKÖ, davon profitieren. Sie werden durch zeitgemäße Angebote ihre Kunden noch besser und umfassender betreuen und auf neue Zielgruppen zugehen können."

Dort gibt es Bedarf
Als mögliche Arbeitsfelder im Bereich der gesundheitsorientierten Bewegungsförderung wurden genannt, Kindergärten und Schulen, insbesondere die Nachmittagsbetreuung, Sportvereine selbst bzw. Sportorganisationen, Senioreneinrichtungen, Betriebe, Schulungsmaßnahmen der Trägerorganisationen des Arbeitsmarktservice und sonstige Arbeitsfeldern wie sie in Programmen der Nationalen Bewegungsförderung sicher entstehen werden.

Zustimmung
Nach der Eröffnung von Moderator Generalsekretär Michael Maurer begrüßten Bgm. Erika Sikora (Bürgermeisterin von Gramatneusiedl), Rudolf Hanbauer (Vizepräsident der ASKÖ Niederösterreich) und Dr. Franz Karner (Vizepräsident der ASKÖ Bundesorganisation) in Vertretung von Dr. Peter Wittmann die Tagungsteilnehmer. Anschließend referierte Dr. Herbert Buchinger, Vorstand des Arbeitsmarktservice - Österreich, die aktuellen Perspektiven des Arbeitsmarkts in Österreich. Er hielt fest, dass der Dienstleistungssektor im Bereich Gesundheit und Soziales künftig wachsen wird und daher als Chance auch für den Bewegungsbetreuer zu sehen ist.
Mag. Günter Schagerl, Leiter der Abteilung für Fitness und Gesundheitsförderung der ASKÖ Bundesorganisation und Initiator der Fit-Start-Dialoge in Gramatneusiedl / Marienthal, referierte dann zum Thema "BewegungsbetreuerIn als Beruf". In seinen Ausführungen stellte er klar, dass BewegungsbetreuerIn als Beruf die logische Konsequenz aus den bisherigen Entwicklungen und Perspektiven sei. Tatsächlich gäbe es schon genug erfolgreiche Muster für BewegungsbetreuerInnen wie zum Beispiel in der Sportstadt Schwechat, dessen Bürgermeister Abg.z.NR. Hannes Fazekas auch anwesend war. Schließlich wäre dieser Beruf leistbar für engagierte Träger und würden einer gesamtgesellschaftlichen Weiterentwicklung sowie des organisierten Sports neue Schubkraft geben. Eine Voraussetzung dazu wären freilich Arbeitgeber, die sich der verantwortungsvollen Aufgabe stellen und die Chancen auch sehen wollen. In diesem Punkt war der Referent aus seiner persönlichen Erfahrung heraus eher vorsichtig, obwohl mit der Gründung von ASKÖ - Fit-Start Hohe Wand (NÖ) ein erstes Pioniermodell schon am Start steht. Mit dem Slogan "Mut statt Wut" wollte der Referent jedenfalls deutlich zum Ausdruck bringen, dass es nicht darum gehen kann, ständig Missstände zu beklagen, sondern konkrete Antworten für Fragestellungen zu entwerfen. Erfreulich für den Referenten war auch, dass das angesprochene Bildungssystem mittels Bildungspass und Mentoren nicht in Frage gestellt wurde, da es doch einen innovativen Ansatz darstellt.

Nach einer Vernetzungspause der TeilnehmerInnen wurde dann im Rahmen einer Podiumsdiskussion von Dr. Herbert Buchinger, Mag.a Karin Scheele, Landesrätin für Gesundheit, Soziales und Jugendwohlfahrt, Hon. Prof.(EH) Dr. Bernhard Rupp, AK-NÖ, Abt. Gesundheitswesen, Gerlinde Gerlich-Bachhofner, Fit-Start - Assistentin / Bewegungsbetreuerin (ASKÖ-NÖ) und Dr. Franz Karner das Thema näher beleuchtet. Die Sinnhaftigkeit und Notwendigkeit wurde dabei außer Streit gestellt, wenngleich die Abgrenzung zu den klassischen Gesundheitsberufen von Rupp betont wurde. In ihrem Statement brachte Gerlich-Bachofner ihren Optimismus zum Ausdurck, die als WiedereinsteigerInnen eine der möglichen Zielgruppen als BewegungsbetreuerInnen repräsentierte. Ein weiterführender Gedanken- und Erfahrungsaustausch erfolgte in der Schlussrunde und beim abschließenden Buffet, verbunden mit dem Dank an alle Anwesenden.


