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Breitschädel krönt Traumsaison mit Staatsmeistertitel und Cup-Sieg
Für Breitschädel konnte die Ausgangslage kaum schwieriger sein: Wie schon 2010 ging er mit einem empfindlichen Punkterückstand, diesmal auf den Kärntner Kevin Haselsberger, in das Finale des Austria Cup bei der Herren Elite. "Meine einzige Chance war, beide Rennen mit großem Vorsprung zu gewinnen um meinen direkten Konkurrenten zwei Streichresultate zu bescheren", so die simple Taktik des Henndorfers (Anm.: Ranglistenpunkte werden im MTB-Orienteering nach Zeitrückstand abgestuft).
Im anspruchsvollen steppenähnlichen Gelände mit halboffenem Wald des flachen Truppenübungsplatzes war zudem das Querfeldeinfahren erlaubt - ein enormer Vorteil für den Henndorfer KTM-Piloten, zählt er doch orientierungstechnisch zu den Besten der Welt. Seine Leistung am ersten Tag bei der Sprint-Staatsmeisterschaft am Samstag hat ihn dann jedoch selbst überrascht. Breitschädel: "Mein Rennen war einfach perfekt, sowohl physisch als auch routentechnisch. Die Orientierung vor allem beim Querfahren war fehlerlos und ich war keine Sekunde zu viel im Wald", resümierte der nun 13-fache Staatsmeister euphorisch.
Keiner der Konkurrenten kam nahe genug an die überlegene Bestzeit von 22:53 heran, die erste Hürde war also genommen. Am Sonntag finalisierte die Elite dann mit einer verkürzten Langdistanz im gleichen Gebiet. Ein weiteres Mal musste der Henndorfer alles riskieren um seinen Gegnern eine Topzeit vorzulegen und der Vorzeigeathlet des ASKÖ Henndorf bewies erneut, dass er auch unter großem Druck seine beste Leistung abrufen kann. Beim ersten von drei Kartenwechsel lag der bis dahin im Cup führende Haselsberger noch an der Spitze, doch dann legte Breitschädel einen Gang zu. Vor allem bei technisch schwierigen Posten zeigte Breitschädel keine Nerven und gewann dort die entscheidenden Sekunden im Kampf um den Tages- und somit auch den Cup-Gesamtsieg.
"Normalerweise liegen mir hügelig bis steile, also eher unrhythmische Geländeformen mehr. Hier musste man ständig voll am Anschlag fahren, darf in keiner Passage Schwächen zeigen", erläutert der ausgepumpte Henndorfer im Ziel. Nach bangen Minuten war es dann fix: Haselsbergers Zeit sollte nicht reichen! Breitschädel feierte mit 496,73 (von 500 möglichen) und einem hauchdünnen Vorsprung von lediglich 0,67 Punkten auf den Kärntner seinen insgesamt vierten Cup-Gesamtsieg in der Elite. Mit den beiden Bronzemedaillen bei WM und EM, zwei Staatsmeistertitel und dem Cup-Gesamtsieg ist Breitschädel weiterhin das österreichische Aushängeschild dieser aufstrebenden Sportart.


