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Wechsel im Verband

Drei Abschiede, drei Perspektiven: Menschen, die den Verband über Jahre geprägt haben, verabschieden sich – jeder auf seine Weise. Ein Rückblick, der zeigt: Engagement hinterlässt Spuren.

Hans Peter Zopf / Judo

Im Zuge des 35. ASKÖ-Bundestages am 10. April 2026 in Salzburg fand auch die feierliche Verabschiedung eines langjährigen und engagierten Funktionärs statt. Hans Peter Zopf hat bei der ASKÖ das Amt des Bundesreferenten für die Sportart Judo von 1990 bis 2025 ausgeübt. Er wurde im Beisein der Sportabteilung und von Vizepräsident Thomas Zacharias für sein jahrzehntelanges Engagement, seine fachliche Expertise und seinen Einsatz für den ASKÖ-Sport geehrt. Seine Arbeit hat die Entwicklung der Sportart nachhaltig geprägt und maßgeblich zur Professionalisierung des Bundesreferats beigetragen. Die ASKÖ bedankt sich herzlich für seinen Einsatz und die vielen Jahre konstruktiver Zusammenarbeit.

Christian Breitschädel / Orientierungslauf

Mein Name ist Christian Breitschädel. Ich bin jetzt 73 Jahre alt und ich habe mit Jahresbeginn die Funktion des Bundesreferenten für Orientierungslauf in der ASKÖ in jüngere Hände übergeben. Weder, weil ich genug hatte, noch aus gesundheitlichen Problemen. Nein, ganz einfach, weil ich gespürt habe, dass es an der Zeit war, diese Aufgabe einem engagierten OL-Insider der nächsten Generation zu übertragen.

Wie bin ich zu dieser Funktion des BR gekommen?
1990 war die Vereinsgründung des ASKÖ Henndorf Orienteering. Orientierungslauf kannte damals praktisch niemand, aber nach 20 Jahren kannte die OL-Welt Henndorf und unseren Verein. Einen großen Anteil daran hatte die ASKÖ Salzburg, deren damaliger Präsident Franz Karner offensichtlich erkannt hatte, dass wir einen spannenden Sport für ambitionierte Menschen und vor allem ehrlichen Leistungssport für Jugendliche anboten. Durch meine Jobs als Coach des Jugend- und später des Juniorenkaders im österreichischen OL-Verband wurde auch der damalige ASKÖ Bundesreferent Günther Kochmann auf mich aufmerksam. Also durfte ich einige Jahre die notwendigen anstehenden Aufgaben und Planungen übernehmen, bis ich dann 2009 offiziell als Bundesreferent gewählt wurde. Die Gruppe der Landesreferenten, die damals bereits am Werken waren, blieb in ihren Ämtern. Bis heute! Es war eine einmalige Zeit der konstruktiven Zusammenarbeit. Planungen, Berichte, Besprechungen, alles problemlos, immer entspannt und locker – danke Burschen!

Nun zur Zusammenarbeit mit der ASKÖ Bundesorganisation: An die Anfangsjahre kann ich mich nicht mehr sehr gut erinnern, aber die Damen und Herren in Wien dürften mit meiner Arbeit zufrieden gewesen sein. Interessant wurde es jedoch in den letzten Jahren. Einige Diskussionen über das OL-Budget und -Abrechnungen waren hart, aber trotzdem in freundlicher Atmosphäre und nie belastend. Ganz im Gegenteil. Auch das wird mir sehr abgehen, denn wir hatten dabei auch Spaß.
Die Highlights meiner BR-Tätigkeiten waren vor allem die Aktivitäten mit den vielen sehr talentierten und vor allem motivierten Jugendlichen. Besonders die Jugend-Leistungskurse, die fast immer im Ausland durchgeführt wurden, waren zwar immer eine organisatorische Herausforderung aber für die Jugendlichen eine super Möglichkeit, “über den Tellerrand” hinauszublicken. Dabei hatte ich großes Glück, dass ich stets einen genialen Helfer für die Trainings- und Wettkampf-Nachbesprechungen mit dabei hatte: Martin Lejsek. Dadurch wurden bei unseren Trainingslagern und anschließenden Wettkämpfen in Schweden, Frankreich, Italien, Tschechien, Dänemark, … mit zahlreichen Siegen und Spitzenplatzierungen bei Tages- und Mehrtagesbewerben der Grundstein für unsere Jugendlichen für eine erfolgreiche Karriere gelegt. Nicht minder freuten und ehrten mich die Nominierungen der ASKÖ Bundesorganisation für die Verleihung des Goldenen Ehrenzeichens der Republik Österreichs und die Verleihung der beiden BSO Kristalle für den besten Verein Österreichs und den besten Funktionär.

Den neuen OL-Bundesreferenten Jürgen Egger kenne ich seit sehr vielen Jahren. Jürgen war jahrelang erfolgreiches Mitglied der verschiedenen österreichischen Nationalkader, Staatsmeister und mehrfacher WM-Teilnehmer und zudem Vereinsfunktionär. Das Bundesreferat Orientierungslauf wird durch ihn neue prägende Impulse erhalten.

Nachbetrachtung: Die ASKÖ Organisation mag oberflächlich gesehen eine nüchterne, typisch österreichische Institution sein. Wenn man jedoch öfter persönlich mit den einzelnen Personen, vor allem im „Headquarter“ oder bei Kongressen und Besprechungen zu tun hat, so bekommt man unweigerlich das Gefühl, Teil einer großen Sportfamilie zu sein. Egal ob Präsident, Geschäftsführer, Sekretärinnen, Finanzer oder Projektbetreuer. Mit allen Teammitgliedern war es eine einmalige Zusammenarbeit und es gab immer eine vertraute, produktive und vor allem freundliche Atmosphäre. Danke an alle, liebe Grüße!

Kurt Reisinger / Turnen

Ich begann mit vier Jahren im Kleinkinderturnen bei meinem Verein WAT Landstraße und durchlief dann den üblichen Weg über das Kinderturnen bis zur Jugend. Als Jugendlicher wechselte ich zum Leistungsturnen des WAT und war bereits neben dem Leistungstraining als Vorturner im Kinderturnen aktiv. Nach dem Ende meiner aktiven Turnerlaufbahn begann ich als Männerturnwarts im WAT. Später kamen die Aufgaben des Landesreferenten in der ASKÖ Wien sowie meine Tätigkeit als regionaler, nationaler und internationaler Kampfrichter hinzu. Zudem nahm ich an der ersten staatlichen Trainerausbildung für Kunstturnen Männer teil, die 1977 in Österreich stattfand, und gehörte damit zu den ersten A-Lizenz-Trainern des Landes. Anschließend übernahm ich für viele Jahre die Funktion des stellvertretenden Bundesreferenten, bevor ich vor über 20 Jahren zum ASKÖ-Bundesreferenten gewählt wurde.

Die ASKÖ ist für mich eine wichtige Organisation, die im österreichischen Sportgeschehen großen Einfluss hat. Die Zusammenarbeit in den etwa letzten 10 Jahren war mit den verantwortlichen Funktionären des sportlichen Bereiches sehr gut und die ASKÖ fast wie eine Familie. Highlights waren für mich die CSIT Meisterschaften in der Schweiz, Israel, Italien, Belgien, Frankreich und Österreich, bei denen ich als Kampfrichter und Delegationsleiter teilnehmen durfte, sowie die immer gut gelaufenen Bundesmeisterschaften, besonders die TURN10 mit den hohen Zahlen an Teilnehmern und Teilnehmerinnen.
Schöne Momente waren für mich die Verleihung des Golden Verdienstzeichens der Republik Österreich für mein Lebenswerk Turnsport und meine Verabschiedung anlässlich der Durchführung meiner 65. und letzten Bundesmeisterschaft in Salzburg durch meine Turnfreunde bei voller Zuschauertribüne.

Neben dem Leistungssport sollte zukünftig für den Breitensport, dem TURN10, eine wichtige Rolle zukommen. Dem allgemein bemerkbaren Schwund an Nachwuchs kann durch das TURN10 Programm mit attraktiven Wettkämpfen mit vielen Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus vielen Vereinen Paroli geboten werden.

  • Hans-Peter Zopf - Verabschiedung
  • Hans-Peter Zopf
  • Christian Beitschädel
  • Christian Breitschädel BSO Cristall Gala 2015
  • Kurt Reisinger
  • Reisinger
  • Reisinger
6. Juli 2026
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