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Krist: "Denn sie wissen nicht was sie tun!"

Krist:

Mit großem Unverständnis reagiert die ASKÖ auf die neueste den Sport betreffende Verordnung.

Zuerst waren nur mehr 10 Personen in der gleichen Halle zugelassen, mittlerweile wurden über das Wochenende - auch durch massiven Druck des organisierten Sportes - mehrere 10er-Gruppen parallel im selben Raum erlaubt, sodass im Großen und Ganzen der Übungsbetrieb für Einzelsportaktivtäten und Gesundheitssportaktivitäten im üblichen Betrieb möglich ist.

ASKÖ-Präsident Hermann Krist: "Egal, ob bei James Dean oder im Evangelium bei Lukas 23, dieser stolpernden Regierungsmannschaft ist nicht zu vergeben. Ein derartiges Chaos, das zumeist kurz vor dem Wochenende angerichtet wird, ist beispiellos. Letzten Donnerstag stellt sich die Regierungsspitze wieder vor die Presse, jeder erzählt etwas Anderes und vor allem machen dann in der Folge ihre eigenen Juristen, was sie wollen. Praxisfremd und unkoordiniert, einfach unverständlich!"

Der Vorsitzende der ASKÖ führt weiter aus: „Die Vereins-FunktionärInnen vor Ort, die fast überall ehrenamtlich und unentgeltlich das Vereinsleben aufrecht erhalten, mussten sich über das letzte Wochenende Gedanken machen, wie sie den jeweiligen Verordnungen Folge leisten können. Das geht einfach nicht! Diese Ehrenamtlichen werden wir sukzessive dauerhaft verlieren, damit werden Vereine und Aktivitäten still gelegt, weil sich niemand mehr auskennt und sich das alles nicht mehr antun möchte. Wir bekommen seit Montag bereits Rückmeldungen, dass Bezirksverwaltungsbehörden die neue Verordnung und ihre Ausnahmeregelungen auch noch nicht kennen oder anwenden wollen. Oder dass Trainer und auch Sportaktive ihre Teilnahmen absagen, weil sie Angst haben. Warum erkennt die Politik nicht, dass gerade Sportvereine in der Breite einen unschätzbaren gesundheitlichen Wert für unsere Gesellschaft haben, ökonomisch reden wir von Wertschöpfungen in jährlicher Milliardenhöhe. Wenn man die Vereine verliert, heißt das, dass damit auch ein Schaden für die Wirtschaft entsteht. Und warum das alles? Weil es keine präzisen, klaren oder zu späte Infos gibt, damit entsteht Unsicherheit bei allen Beteiligten."

Was der ASKÖ-Präsidenten fordert: "Sportvereine in ihrer Vielfalt brauchen vernünftige Rahmenbedingungen, Rechtssicherheit und Beständigkeit. Es stehen noch schwere Zeiten bevor, und die Menschen brauchen Orientierung, verständliche Vorgaben und Abwechslung von Home-Office, Kurzarbeit, Quarantäne, Arbeitsplatzverlust etc. Sportvereine sind in der Lage diese Abwechslung mit qualitativen Angeboten in ganz Österreich anzubieten. Ich appelliere daher an die Bundesregierung, endlich das Fachwissen unserer Experten, unserer Sportjuristen, unserer Organisationskraft in ihre laufenden Aktivitäten rechtzeitig und ordentlich einzubeziehen. Im Sport herrscht nicht ein parteipolitisches Schuldzuweisen, sondern der gemeinsame Versuch etwas Positives für die Menschen, deren Gesundheit und Fitness zu erreichen. Die Sportvereine halten sich an Regeln, das sind die gewohnt."

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