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Gastbeitrag: Mehr Mittel für Special Olympics

Gastbeitrag: Mehr Mittel für Special Olympics

Europaabgeordneter Hannes Heide setzt sich für eine deutlich stärkere finanzielle Unterstützung der Special Olympics durch die Europäische Union ein und stößt damit in Brüssel auf positive Resonanz.

Gastbeitrag von MEP Hannes Heide

Die Special Olympics World Games sind eine der größten Sportveranstaltungen der Welt und das Aushängeschild der Sportbewegung für Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung. "Leider hat der Behindertensport mit massiven Finanzierungsschwierigkeiten zu kämpfen. Gleichzeitig haben Menschen mit Beeinträchtigungen auch besonders unter den Auswirkungen der Pandemie gelitten. Der Beitrag der Europäischen Union für die Spiele nächsten Sommer in Berlin muss deshalb dringend angehoben werden", sagt Europaabgeordneter Hannes Heide. Im Ausschuss für Sport, Kultur und Bildung erhielt sein Antrag an den Budgetausschuss breite Zustimmung. Das ist ein wichtiger Schritt zu Beginn der Verhandlungen um den Gesamthaushalt 2023 im Europäischen Parlament.

 170 Nationen in Berlin

"Die Special Olympics World Games sind nicht nur eines der weltweit größten Sportereignisse im Behindertensport, sondern ein bedeutendes Inklusionsprojekte, das Anerkennung und Förderung aus Europa verdient und benötigt", so Heide.

Bei der Austragung nächstes Jahr in Berlin werden voraussichtlich rund 7.000 Athletinnen und Athleten aus 170 Nationen in 26 Sportarten teilnehmen. Sie werden von mehr als 3.000 Betreuenden sowie 12.000 Familienmitgliedern begleitet.

Inklusion in reguläre Sportvereine

Die Europäische Union ist ein langjähriger Unterstützer der Special Olympics. Über das Erasmus+ Programm wurde eine Vielzahl von sport- und gesundheitsorientierten Projekten mit EU-Geldern gefördert, die alle dazu beigetragen haben, die Gesundheit und das Wohlbefinden der Sportler und Sportlerinnen erheblich zu verbessern. So wurden beispielsweise die Winterspiele 2017 in Österreich mit mehr als sechs Millionen Euro aus dem Erasmus+ Budget unterstützt.

"Schon bei der Vorbereitung auf die Wettbewerbe sollte Gleichberechtigung praktiziert werden. Die Inklusion von Menschen mit geistiger Behinderung in reguläre Sportvereine muss mehr als bisher zur Normalität werden", appelliert Hannes Heide. Tatsächlich trainieren viele Special Olympics Teilnehmerinnen und Teilnehmer noch zu wenig unter inklusiven Rahmenbedingungen. 

Die ASKÖ hat traditionell eine sehr gute Kooperationsbasis mit den Special Olympics Österreich. Diese wird bei diversen Veranstaltungen gepflegt, so auch am 29. September beim Solidaritätsrun der Wiener Schulen (Anm. d. Red.).


12.09.2022, 10:18 Uhr

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