Österreichische Krebshilfe: Bleiben Sie in Bewegung

Österreichische Krebshilfe: Bleiben Sie in Bewegung

Tägliche Bewegung – am besten in der frischen Luft – ist für die Gesundheit mehrfach gewinnbringend. Die Broschüre der Österreichischen Krebshilfe "Bleiben Sie in Bewegung! Empfehlungen, Tipps und Adressen" soll helfen, einen bewegten Lebensstil zu erreichen.

In Österreich erkranken jährlich rund 48.000 Menschen an Krebs. Zwischen dem 40. und dem 70. Lebensjahr ist Krebs − noch vor dem Herzinfarkt − die Todesursache Nummer eins. Zu den häufigsten Krebserkrankungen zählen Brustkrebs, Prostatakrebs, Darmkrebs und Lungenkrebs.

Nahezu 40 % dieser Krebserkrankungen werden durch einen ungesunden Lebensstil − vor allem durch Rauchen, Übergewicht und körperliche Inaktivität − verursacht. Somit könnten vermutlich allein in Österreich über 10.000 Krebserkrankungen durch einen gesunden Lebensstil vermieden werden.

Bewegung senkt Krebsrisiko

Die Bedeutung von körperlicher Aktivität für die Krebsprävention wurde lange Zeit unterschätzt und daher auch kaum wissenschaftlich untersucht. Erst in den letzten Jahrzehnten wurde diese Thematik umfassender erforscht und dargestellt.

Studien belegen, dass regelmäßige körperliche Aktivität das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken um etwa 25 % verringert. Auch das Risiko, an Dickdarmkrebs zu erkranken, ist bei körperlich aktiven Personen rund 25 % geringer. Der größte Effekt zeigt sich bei regelmäßiger körperlicher Aktivität mit ausreichender Intensität. Dafür gibt es auch plausible biologische Erklärungen, wie z. B. positive Wirkungen auf den Hormonhaushalt, eine Reduktion der Körperfettmenge und die Reduktion von Entzündungen sowie positive Anpassungen des Immunsystems.

Für andere Krebserkrankungen ist die Datenlage noch nicht so eindeutig, da bislang weniger Studien dazu vorliegen. Dennoch gibt es Hinweise darauf, dass körperlich aktive Menschen ein niedrigeres Risiko haben, an Prostatakrebs (bei Männern) und Nierenzellkrebs zu erkranken.

Der Zusammenhang zwischen körperlicher Aktivität und dem Lungenkrebsrisiko ist schwieriger zu beurteilen. Einzelne Studien zeigen zwar, dass regelmäßige Bewegung das Lungenkrebs-Risiko senken kann. Entscheidend ist jedoch das Rauchverhalten, denn Rauchen bleibt der wichtigste Risikofaktor für Lungenkrebs.v

Download der Broschüre bzw. Bestellmöglichkeit
www.krebshilfe.net

19.03.2026, 16:19 Uhr

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