Benny Wizani erstmals Einzel-Staatsmeister

© ÖFT / Kurt Egger
Benny Wizani, Aushängeschild des WAT Brigitteanau, ist nun auch "offiziell" der beste Trampolinspringer Österreichs. Der bald 18-jährige Jugend-Olympia-Bronzemedaillengewinner 2018 war heuer vom Nachwuchs in die Elite-Kategorie aufgestiegen.
Bei der Staatsmeisterschaft am 8. Juni 2019 in Salzburg siegte Benny Wizani, ohne voll aus sich heraus gehen zu müssen und trotz eines Fehlers. Dabei profitierte Wizani allerdings von Übungsabbrüchen seiner direkten Verfolger, die sich damit selbst aus dem Titelrennen nahmen.
Der zuvor von 2016 bis 2018 dreifache Staatsmeister Niklas Fröschl (W) musste die Finalkür wegen einer unerlaubten Federtuchberührung abbrechen, kam heuer nicht über den sechsten und letzten Platz in der Entscheidung hinaus. Für Martin Spatt (W), sogar siebenfacher Staatsmeister zwischen 2009 und 2015 war im zweiten Jahr nach seinem Comeback, nach Vorjahressilber, diesmal schon im Vorkampf Schluss: Nur Rang 8 nach einem Kürabbruch.
 
Benny Wizani hatte gepokert, verzichtete auf seine  Dreifachsaltos zu Kürbeginn sowohl im Vorkampf, als auch im Finale: "Ich wollte auf Nummer sicher gehen, habe viel Schwierigkeit herausgenommen. Umso mehr ärgert es mich, dass im Finale die Landung des allerletzten Sprungs nicht sauber war. Zum Glück ist es sich noch ausgegangen."
Tobias Neuberger (W) – u.a. ebenfalls mit einem Dreifachsalto im Programm – und Stefan Engl (S) nützten die Gunst der Stunde und sicherten sich Silber bzw. Bronze.
Der Frauenelite-Titelkampf stand sportlich im Schatten der Männer. Vorjahresmeisterin Sara Hekele (S) verteidigte ihren Titel mit deutlichem Vorsprung auf Janina Ginthör (W) erfolgreich. Die altersoffen ausgetragenen Synchron-Staatsmeisterbewerbe sicherten sich in einem "Ausscheidungsrennen", bei dem die am höchsten eingeschätzten Paare Nerven gezeigt hatten, schließlich Janina Ginthör und Birgit Gerstenmayer sowie Tobias Neuberger und Sebastian Neuwirth (alle aus Wien). Für Spezialist Neuwirth war es bereits der vierte Synchrontitel seit 2014.

Die Medaillengewinner/innen der Staatsmeisterschaft und Österr. Junioren-/Jugendmeisterschaft Trampolinspringen 2019

(alle Punkte nach selben Bewertungsregeln, d.h. Einzelergebnisse in den verschiedenen Klassen direkt vergleichbar):
  • Elite männlich: 1. Benny Wizani (WAT Brigittenau/W, 156.495 Punkte), 2. Tobias Neuberger (Sportunion West-Wien, 148.155), 3. Stefan Engl (Turn-Gym-Union Salzburg, 136.810), 6. Niklas Fröschl (WAT Brigittenau, Abbruch Finalkür, 126.075, 8. Martin Spatt (WAT Brigittenau, Abbruch Vorkampfkür, kein Finale, 65.105).
  • Elite weiblich: 1. Sara Hekele (TGU Salzburg, 136.445), 2. Janina Ginthör (WAT Brigittenau, 125.620), 3. Birgit Gerstenmayer (WAT Brigittenau, 96.415).
  • Synchron männlich (altersoffen): 1. Tobias Neuberger (Sportunion West-Wien) + Sebastian Neuwirth (WAT Brigittenau, 126.665), 2. Thomas Engl (TGU Salzburg) + Daniel Wenger (TV Steyr, 118.585), 3. Niklas Fröschl + Benny Wizani (WAT Brigittenau, 115.660).
  • Synchron weiblich (altersoffen): 1. Janina Ginthör + Birgit Gerstenmayer (WAT Brigittenau, 115.070), 2. Eyleen Bayer + Heike Glaser (TFC Graz, 107.045), 3. Susanne Then + Magdalena Hannisch (WAT Brigittenau, 105.965).
  • Junioren: 1. Daniel Wenger (Turnverein Steyr/OÖ, 141.585), 2. David Rosner (TV Steyr, 125.165), 3. Xaver Wick (WAT Brigittenau, 90.105).
  • Juniorinnen: 1. Anna Rauchmann (TGU Salzburg, 137.245), 2. Elisa Wansch (TV Steyr, 125.365), 3. Miriam Bäuerl (WAT Brigittenau, 100.165).
  • Jugend 1 männlich: 1. Tobias Söser (TV Steyr, 131.515), 2. Leon Fürschuss (WAT Brigittenau, 121.390), 3. Konrad Perschler (Trampolin- & Freestyle-Club Graz, 119.420).
  • Jugend 1 weiblich: 1. Eyleen Bayer (TFC Graz, 126.455), 2. Amelie Wansch (TV Steyr, 125.550), 3. Jenny Lechthaler (TGU Salzburg, 124.140).
  • Jugend 2 männlich: 1. Finn Markovsky (TV Steyr, 116.915), 2. Julius Apprich (TGU Salzburg, 113.725), 3. Simon Hamp (WAT Brigittenau, 108.875).
  • Jugend 2 weiblich: 1. Greta Apprich (TGU Salzburg, 105.250), 2. Annika Markovsky (TV Steyr, 101.305), 3. Alexandra Hayn (TFC Graz, 95.935).
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