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ASKÖ erfreut über Lockerungen, aber weitere Schritte notwendig

ASKÖ erfreut über Lockerungen, aber weitere Schritte notwendig

Durch die Änderung der COVID-19-Lockerungsverordnung gelten ab 29. Mai auch für den Sport wieder einige neue Regeln. So dürfen sämtliche Sportstätten (indoor und outdoor) unter Einhaltung eines Mindestabstandes von zwei Metern für sportliche Aktivitäten benutzt werden. Unter Umständen ist sogar ein Ein-Meter-Abstand oder die kurzfristige Unterschreitung möglich, was u.a. im Tennis das Doppel möglich macht. Viele andere bisher einschränkende Bedingungen sind gefallen.

ASKÖ-Präsident Hermann Krist: "Wir freuen uns natürlich, dass wieder mehr möglich ist, das war sicher nur möglich, weil die Infektionszahlen in Österreich generell so niedrig sind und die Menschen sich im Großen und Ganzen sehr gut an die vorgegebenen Maßnahmen halten.
Doch das darf noch lange nicht das Ende gewesen sein, viele Sportvereine und Sportarten können noch immer nicht so agieren wie sie es benötigen würden, da meine ich vor allem die Kontaktsportarten oder Teamsportarten. Wenn die Infektionszahlen so bleiben, müssten auch diese in Kürze eine Chance bekommen.
Und auch für den Zuschauerbereich muss es noch mehr realitätsnahe Entscheidungen geben. Wenn man rastermäßig Sitzplätze benutzen kann, warum muss es dann in größere Sportstadien und Sporthallen bei diesen geringen Besucherzahlen bleiben? Wir verstehen, dass die Regierung und das Gesundheitsministerium alle Für und Wider sorgfältig abwägen, aber mit dem immer proklamierten Hausverstand könnte man in einigen Bereichen schon wesentlich weiter sein. Wenn die Regierung unsere Sportexperte mehr einbeziehen würde, das scheint im Gegensatz zu anderen Bereichen nicht der Fall zu sein."

Noch immer hat der ASKÖ-Vorsitzende kein Verständnis für die Entscheidung im Bildungsbereich, die Bewegungs- und Sport-Stunden im Unterricht generell nicht zuzulassen und auch viele Schulsportstätten (Ausnahme sind angeblich die Bundesschulen) geschlossen zu halten.

"Wer hier den Bildungsminister berät, weiß ich nicht. Kindern Bewegung und Sport zu verbieten, sie aber stundenlang, selbst in den Pausen sitzen zu lassen, das allein zeigt schon viel Unverständnis auf. Zudem brauchen unsere Sportvereine alle möglichen Sportstätten, jetzt und in der Zukunft. Noch sind die Turnsäle geschlossen auch wenn gar kein Schulbetrieb ist. Hier besteht akuter Handlungsbedarf. Unsere Studien belegen eindeutig, dass Bewegung und Sport immer mehr nachgefragt wird, denn die Menschen verstehen immer mehr, wie gut ihnen Bewegung tut. Die Politik sollte diesem Bedürfnis der Bevölkerung folgen."

Daher fordert Krist: "Es braucht eine bessere Koordinierung der 14 tägigen Lockerungsschritte. Ankündigungen des Sportministers finden sich oftmals in den Verordnungen des Gesundheitsministers nicht wieder. Das schafft unnötige Verwirrung! Wir brauchen rasche Planungssicherheit für den Sport und seine 15.000 Vereine. In vielen Sportarten steht die Herbst/Frühjahrsmeisterschaft in Vorbereitung, aber bei der akut herrschenden Unsicherheit lässt sich nichts seriös planen. Sport hilft, den Virus zu bekämpfen, somit das Immunsystem zu stärken und die Menschen fit zu halten! Das muss unser aller Ziel sein!"

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