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ASKÖ stellt fest: Sport produziert keine Corona-Cluster

ASKÖ stellt fest: Sport produziert keine Corona-Cluster

Präsident Hermann Krist fordert Aufrechterhaltung von Sportveranstaltungen aller Art und ein Ende der Orientierungslosigkeit

Mit großem Interesse verfolgten alle Sportinteressierten in Österreich die neuen Ankündigungen der Bundesregierung zur Eindämmung der Corona-Pandemie. ASKÖ-Präsident Hermann Krist hält dazu fest: "Ich weiß schon, dass es schwer ist für regierende Politiker einen kühlen Kopf zu bewahren und die wirklichen ExpertInnen zu Wort kommen zu lassen. Die aktuell angekündigten Maßnahmen haben leider wieder nicht zur Klarheit beigetragen, sondern zum wiederholten Mal die Verunsicherung und Orientierungslosigkeit erhöht. Dieses Angstmachen und die Androhungen von Konsequenzen tragen sicher nicht dazu bei, die Menschen zum Mitmachen zu motivieren, aber ohne den Beitrag aller MitbürgerInnen wird es keinesfalls gehen."

"Für den Sportbereich muss ebenfalls wieder abgewartet werden, was letztlich wirklich im Verordnungstext und den Erläuterungen (aus den Elfenbeintürmen der Ministerien – O-Ton WK Präsident Mahrer) des Gesundheitsministeriums festgeschrieben wird und was dann tatsächlich eingeschränkt oder noch erlaubt ist. Es sind schon wieder mehr als genug Fragen offen."

Krist erinnert vor allem daran, dass die AGES (Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit) in einer aktuellen Presseaussendung klar zum Ausdruck brachte, dass Sport einer der Bereiche ist, der bisher keine Corona-Cluster produzierte. "Nachdem die Bundesregierung sehr auf die AGES setzt, heißt das nichts anderes, als Sportaktivität und Sportveranstaltungen aller Art zu ermöglichen und zu fördern, aber sicher nicht einzuschränken.
Sportaktivität im organisierten Sport unter Anleitung von ausgebildeten und erfahrenen TrainerInnen fördert nachweislich die Gesundheit und damit das Immunsystem der Menschen. Und das Anfeuern, Unterstützen und Motivieren durch ZuschauerInnen bei Sportwettkämpfen oder Spielen unter Einhaltung der Abstandsregeln kann auch keinen nachhaltigen Schaden anrichten. Wenn man dann hört, dass von 10 auf 6 Personen indoor reduziert wird und sich outdoor nur mehr maximal 12 Personen treffen dürfen, dann würde das kein Sportverein mehr organisieren. Es müssten zumindest parallel mehrere 6er oder 12er-Gruppen pro Veranstaltung möglich, Mannschaftssport jedenfalls erlaubt sein, aber diese Klarheit fehlte in der Pressekonferenz. Obwohl ganz klar feststeht wo wirklich die Problemzonen liegen!

Den Ausschank von Getränken und die Ausgabe von Imbissen, Kaffee und Kuchen am Sportplatz oder in der Halle zu verbieten, halte ich ebenso für einen falschen Ansatz, denn das kann ja wirklich nicht das Problem sein, wenn anderes in der professionellen Gastronomie durchaus erlaubt ist. Ohne Buffeteinnahmen können sehr viele Vereine nicht existieren und werden vielfach ob der ständigen Einschränkungen einfach nichts mehr organisieren."

Der ASKÖ-Vorsitzende abschließend: "Ich weiß, dass sich Sportminister Kogler sehr für die Aufrechterhaltung des Sports bemüht, aber entscheidend sind die Beschlüsse, die im Gesundheitsministerium getroffen und verschriftlicht werden. Wenn allgemein akzeptiert ist, welche positiven Wirkungen Sport auf die Gesundheit und auch für die Wirtschaft hat, dann muss es möglich sein, einfache, verständliche und vor allem machbare Maßnahmen festzusetzen, die den Vereinen ein Überleben ermöglichen. Diese Erkenntnis sollte sich endlich auch im Bundeskanzleramt einmal festsetzen.

Klar ist, dass der organisierte Sport seinen Beitrag immer leisten will und leisten wird, damit die Corona-Krise weitgehend erträglich bleibt. Die Lösung ist aber sicher nicht Orientierungslosigkeit, Ängste schüren, Verbote und Schließungen, sondern das weitere Ermöglichen von Sportaktivitäten und auch Sportveranstaltungen aller Art. Es geht neben der Aufrechterhaltung der Gesundheit schließlich auch um das soziale Zusammenleben in unseren Gemeinden und Städten, und hier spielen Vereine eine unverzichtbare Rolle. Wenn diese Angebote wegbrechen, erleidet unsere Gesellschaft einen noch größeren irreparablen Schaden als es der Corona Virus je anrichten könnte."

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