Leichtathletik Hallen-Staatsmeisterschaften
Frauen
2024 und 2025 hatte Christiane Krifka (SVS-LA) im Hochsprung der Frauen triumphiert, und auch diesmal war die junge Niederösterreicherin klare Favoritin. Von 1,63m bis 1,77m übersprang sie alle Höhen gleich im ersten Versuch, dann wurden 1,82 aufgelegt. Auch diese Höhe schaffte die 19-Jährige, womit sie eine neue persönliche Bestleistung aufstellte und ihren Titel verteidigte.
Christiane Krifka: "Es läuft aktuell sehr gut bei mir, der Trainerwechsel zu meinem Vater im Hochsprung hat sehr gut funktioniert. Mir macht es auch Spaß wieder in mehreren Disziplinen zu starten. Heute hatte ich zwischendurch eine kleine Unsicherheit im Anlauf, das konnten wir aber gut korrigieren. Ich habe derzeit sehr viel Freude dabei und es läuft besser als ich es mir erträumt hatte."
Im Weitsprung konnte Krifka mit 5,86m ihre erste Medaille in dieser Disziplin einstreifen – sie holte Bronze.
Beim Kugelstoßen wurde knapper als erwartet. Sophie Kreiner (ATSV Linz LA) konnte sich mit 13,65m zwar den Titel holen, die 21-Jährige Oberösterreicherin hatte mit Bettina Weber (SVS LA) und Christine Scheffauer (IAC) aber harte Konkurrenz. Zwischen den beiden ging es sehr knapp her, nur 1cm entschied zugunsten von Weber, die sich mit 13,26m zu 13,25m im Kampf um Silber durchsetzte.
Im Dreisprung kam es zu einem Duell Angel Osasiemen Osaro (SKV Feuerwehr Wien) gegen die dreifache Meisterin Jana Schnabel. Osaro darf sich mit erst 17 Jahren jetzt jüngste Siegerin dieser Staatsmeisterschaften nennen. Bronze ging diesmal nach Oberösterreich, Corinna Marica (PSV Wels Leichtathletik) sprang heute 11,48m.
Angel Osaro: "Ich war schon etwas nervös vor dem Wettkampf, aber es war eine sehr positive Aufregung und eine gute Spannung. Es waren extrem gute Sprünge dabei, die leider übertreten waren, aber es war sicher mein bester Wettkampf überhaupt. Der Titel bedeutet mir sehr viel, es ist ja mein erster, ich bin überglücklich."
Sehr spannend verlief der Kampf um Silber im 60m Hürdenlauf. Isabelle Engel konnte sich gegen Geburtstagskind Lena Lackner (ATSV Linz LA) mit 8,45s zu 8,50s knapp durchsetzen. Elisabeth Golger (KLC) beendete die 400m mit 55,98s die 400m als Dritte. Nach dem Startverzicht von Titelverteidigerin Lotte Seiler (KSV Alutechnik) fiel die Favoritenrollen über 3.000m Carina Reicht zu. Die auch im Triathlon sehr erfolgreiche Steirerin lief mit 9:00,97min (StLV-Rekord) zum Sieg. Rang 2 ging an Lisa Redlinger. Mit doch schon deutlichem Abstand landete Katharina Pesendorfer (SVS LA) in 9:47,96 min auf Platz 3.
Lotte Seiler (KSV Alutechnik) wollte sich voll auf die 1500m konzentrieren. Mit Caroline Bredlinger hatte sie hier sehr starke Konkurrenz bekommen – Bredlinger holte Gold. Seiler wurde für ihre Leistung von 4:22,69min mit Silber belohnt, Katharina Pesendorfer (SVS LA) setzte sich in einem harten Fight um Bronze mit 4:25,33min durch. Als Lisa Gruber bei 4,00m in den Stabhochsprung-Bewerb einstieg, schied die letzte Konkurrentin gerade aus. Katrin Kammerlander (ATSV Innsbruck) hatte mit 3,80m ihre PB eingestellt und wurde Zweite. Bei den österreichischen Meisterschaften im 3.000m Bahngehen konnte sich Marlen Staudacher (LAC Klagenfurt) Platz 2 holen.
Über 4x200m holte der KLC Platz 2 (Yanet Kifle Bekuretsion, Maja Kropiunik, Katharina Just, Elisabeth Golger), Bronze ging an SVS-Leichtathletik (Lilli Johanna Böhm, Isabella Gradl, Christiane Krifka, Nina Mayrhofer).
Männer
Bei den Männern ging die Favoritenrolle über die 3.000m in Abwesenheit von Titelverteidiger Raphael Pallitsch an dessen Schützling Kevin Kamenschak (ATSV Linz LA) über. Er peilte seinen ersten Titel auf dieser Distanz an. Nach verhaltenem Beginn forcierte Hindernis-Spezialist Tobias Rattinger ungefähr bei Rennhälfte das Tempo, dem nur Kamenschak folgen konnte. Der 22-Jährige Oberösterreicher zog 400m vor dem Ziel aber auf und davon und sicherte sich in 8:18,66 min den angepeilten Titel. Silber ging an Rattinger, Rang 3 holte sich mit 8:33,33 min (PB) Hindernis-Staatsmeister Bernhard Schmid (SVS LA).
Kevin Kamenschak: "Wir hatten für heute keinen speziellen Plan ausgemacht, aber das Rennen verlief fast perfekt für mich. Ich wollte auf Sieg laufen und trotzdem Kraft für die morgigen 1500m sparen. Das ist ganz gut gelungen, auch wenn der letzte Kilometer immer hart ist. Aber ich bin super happy über den Titel heute."
2024 hatte Kevin Kamenschak (ATSV Linz LA) über 1500m den Titel schon einmal geholt, auch diesmal hatte die Konkurrenz nicht wirklich eine Chance gegen ihn. Der junge Oberösterreicher hielt sich die ersten drei Runden im Windschatten von Tobias Rattinger, ging dann vorbei und lief solo in 3:44,06min zum zweiten Gold an diesem Wochenende. Dritter wurde wie schon über 3.000m Bernhard Schmid (SVS LA) mit 3:58,37min.
Kevin Kamenschak: "Wir haben unseren Plan, dass Tobias die ersten 550m Tempo auf 3:45 macht sehr gut umgesetzt. Ich wollte dann das Tempo steigern, der 3000er von gestern steckte mir aber noch etwas in den Knochen, darum ging es nicht schneller. Aber Doppelstaatsmeister hört sich schon richtig geil an."
Die 200m der Männer sind in der Halle seit 2023 eine Domäne von Niklas Strohmayer-Dangl und auch diesmal war der Burgenländer nicht zu schlagen. Der 23-Jährige musste aber heute 100% geben, denn Felix Krifka (SVS LA) gab ihm im Zeitlauf davor eine schwere Aufgabe mit auf den Weg. Der Niederösterreicher erzielte nämlich neuen ÖLV-U20-Rekord, indem er die bisherige Bestmarke von Enzo Diessl von 21,53s auf starke 21,48s verbesserte. Strohmayer-Dangl nahm die Herausforderung aber an, steigerte sich selber um mehr als drei Zehntel auf tolle 21,37s (BLV Rekord) und holte den Titel. Matthias Krach (ATSV OMV Auersthal – Athletics 22) sicherte sich im Kugelstoßen mit 16,15m Silber. Im 3.000m Bahngehen wurde Franz Kropik (SVS LA) mit 16:29,76 min Dritter. Im Hochsprung durfte sich Andreas Steinmetzt (SVS LA) mit 1,94m Bronze umhängen lassen.
Fotos © ÖLV / @amri.sports
02.03.2026, 15:59 Uhr
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