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ASKÖ begrüßt alle Forderungen für mehr Bewegung unserer Kinder und Jugendlichen

ASKÖ begrüßt alle Forderungen für mehr Bewegung unserer Kinder und Jugendlichen
Krist: Bildungsministerium ist gefordert, Rahmenbedingungen zu schaffen

ASKÖ-Präsident Hermann Krist zeigt sich über die wieder aufgenommenen Aktivitäten und Forderungen der letzten Tage, die sich um eine tägliche Bewegungsstunde für Schülerinnen und Schüler sowie Öffnung von öffentlichen Sportstätten drehen, sehr erfreut.

"Man kann diese Themen nicht oft genug erwähnen und allen EntscheidungsträgerInnen die unbedingte Notwendigkeit aufzeigen. Es ist wichtig, dass unsere Jugend so viel wie möglich bewegt wird, damit sie fitter und gesünder oder zu einem sportlich-gesunden Lebensstil motiviert wird. Dass wir aus vielen sportlich aktiven Kindern und Jugendlichen auch viel mehr erfolgreiche LeistungssportlerInnen heraus bekommen, kommt automatisch dazu. Weiters ist auch nachgewiesen, dass bewegte Kinder bessere Lernleistungen aufweisen. Daher fordert die ASKÖ genauso wie viele weitere Sportverbände schon seit Jahren, dass es eine tägliche Bewegungseinheit in allen Schulformen, nicht nur Pflichtschulen, geben müsste. Weiters müssten öffentliche Sportflächen in gemeinsamer Anstrengung von Bund, Ländern, Städten und Gemeinden in freien Zeit der Bevölkerung zur Verfügung gestellt werden, denn viele Sportarten brauchen ganz einfach einen geeigneten Platz."

Der Oberösterreicher, gleichzeitig auch SPÖ-Sportsprecher, freut sich, dass seine Parteichefin Pamela Rendi-Wagner die aktuelle Debatte zum Anlass genommen hat, einen neuerlichen Entschließungsantrag für die Einführung der täglichen Bewegungseinheit im Parlament einzubringen.

Krist: "Am Parlament scheitert es ohnehin nicht, denn schon 2012 gab es auf meine Initiative hin einen ähnlich lautenden Antrag, der von allen Fraktionen unterstützt wurde. Damals haben auch alle Abgeordneten für tägliche Bewegung unserer Schülerinnen und Schüler unterschrieben. Entscheidend ist aber, dass das Bildungsministerium die notwendigen Rahmenbedingungen setzt, denn letztlich können nur dort die Voraussetzungen geschaffen werden. Ich hoffe daher, Bildungsministerin Iris Rauskala nimmt sich der Sache an."

Wie es gehen kann, beweisen die Sport-Dachverbände ASKÖ, ASVÖ und Sportunion seit bereits 10 Jahren. Im Rahmen der Projekte "Kinder gesund bewegen" und "Tägliche Bewegungs- und Sporteinheit", die von den jeweiligen Sportministern der letzten Jahre unterstützt wurden, konnten von geschulten ÜbungsleiterInnen und TrainerInnen österreichweit 750.000 (!) Bewegungseinheiten in Kindergärten und Volksschulen durchgeführt werden.

"Dort, wo engagierte DirektorInnen und LehrerInnen am Werk sind, sind die Rückmeldungen großartig. Es scheitert, ehrlich gesagt, insbesondere an den zuständigen Bildungsverantwortlichen in den Ländern, aber auch im Ministerium. Bewegung und Sport bekommt nicht den notwendigen Stellenwert in den Schultafeln und Stundenplänen. Es scheitert daher nicht nur am Geld, dass noch mehr Bewegungsinhalte und Gesundheitsprophylaxe gemacht werden könnte. Von einer vollen Abdeckung des schulischen Bereiches sind wir weit entfernt, aber zumindest ging es bis jetzt in kleinen Schritten (auch am Beispiel Burgenland) voran, die Dachverbände arbeiten toll zusammen. Was fehlt, ist der große Wurf."

Krist warnt davor, dass es wie bisher nicht nur bei Ankündigungen bleiben darf. "Geredet wurde schon viel, Pilotprojekte gab es genug. Die Zeit wäre reif für einen zügigen Vollausbau. Wenn man bedenkt, was eine fitte und gesunde Bevölkerung, angefangen bei den Kindern, volkswirtschaftlich bringt, dürfte man eigentlich nicht lange nachdenken. Dass sich das ÖOC für den Breitensport einsetzt, ist zu begrüßen, am organisierten Sport ist das Thema noch nie gescheitert!"

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