Main area
.

Handball-Jugend setzte sich in Szene

Handball-Jugend setzte sich in Szene

Sowohl die ASKÖ-Auswahl weiblich Jahrgang 2000 und jünger als auch die Auswahl männlich Jahrgang 98/99 wussten bei ihren Aufenthalten in Ungarn in ihren Spielen überzeugen.

Toller Auftritt der weiblichen Handball ASKÖ-Auswahl Jahrgang 2000 und jünger

Dank der hervorragenden Unterstützung des ASKÖ-Bundesreferenten Kurt Frimmel durfte die ASKÖ Bundesauswahl weiblich Jahrgang 2000 und jünger am hochkarätig besetzten Traditionsturnier Ferency-Kupa in Budapest teilnehmen. Die Spielerinnen bedankten sich mit einem großartigen Auftritt.

Das erste Spiel gegen ASI DSE ((Handballakademie von VASAS Budapest) ging mit 20:24 an die Gegner. Dass es am Ende der ersten Partie nach heroischem Kampf, trotz virtuoser Einzelleistungen im Angriff nach mehrmaligen Führungswechseln nicht ganz reichte, lag daran, dass der noch nicht eingespielte Deckungsverband allzu oft im laufstarken Angriffswirbel der Konkurrentinnen auseinanderbrach.

Die Partie gegen PenzüGyör SE ging klar mit 27:8 an die ASKÖ-Auswahl. Deren elastische, initiative sehr tief agierende Deckung erzwang viele Technikfehler der Gegnerinnen, die sofort in Kontertore umgemünzt wurden. Auch das 20:15 gegen das sehr spielstarke Team Mohacsi TE war eine erfreuliche Steigerung.

Mit dem späteren Turniersieger Kezilabda (Handball) Akademia Budapest SE lieferten sich die Österreicherinnen ein vom fachkundigen Publikum und den zahlreich mitgereisten Eltern heftik akklamiertes Spiel. Nach den vorangegangenen Spielen stand das Erfolgsrezept aus einer soliden Abwehr zu agieren fest und der verblüffte Gegner wurde mit fliegenden Angriffskombinationen überrollt. Endstand: 15:12.

Das fünfte Match gewann das ASKÖ-Team ganz klar mit 21:4 gegen die körperlich unterlegenen Spielerinnen des Beszterce DSE.

Damit verhinderten lediglich zwei weniger geworfene Tore nach einiger Rechnerei des Turnierveranstalters bei Punktegleichheit dreier Teams den Turniersieg. Abgerundet wurde das Programm mit Sightseeing und  dem Besuch des Weihnachtsmarkts, wofür Budapest schon allein eine Reise wert ist.

Christian Maly

2015-12-Handball-Ungarn-weiblich-1

Trainingslehrgang des ASKÖ-Team Austria Jahrgang 1998/99 in Veszprem

Bereits zum zweiten Mal reiste das ASKÖ-Team Austria Jahrgang 1998/99 während der Weihnachtsfeiertage zu einem Trainingslehrgang nach Veszprem. Neben drei Trainingseinheiten standen Matches gegen zwei der stärksten ungarischen Klubmannschaften auf dem Programm.  

Das ASKÖ-Team, gespickt mit Spielern, welche im erweiterten Kader des Österreichischen 98er-Nationalteams stehen, konnte sich dabei mit dem Nachwuchs des Championsleague-Final-4-Teilnehmers MKB Veszprem messen. Nach zwei Trainingseinheiten, in welchen die Spieler aus diversen Vereinen (HC Vöslau, WAT Atzgerdorf, Fivers WAT Margareten, WAT Fünfhaus, Trofaiach und Metalp Tirol) die Möglichkeit erhielten, sich spielerisch aneinander zu gewöhnen, stand bereits am zweiten Tag das Match gegen MKB Veszprem 98 auf dem Programm.

Die Österreicher begannen sehr konzentriert, und es gelang, obwohl es in der Deckung noch Abstimmungsprobleme gegen das extrem körperbetonte Angriffsspiel des Gegners über den Kreis gab, das Spiel ausgeglichen zu gestalten. Mit Fortdauer des Spieles klappte dann aber das Zusammenspiel im Deckungszentrum besser, und unsere Angriffsspieler liefen zur Hochform auf. In der zweiten Spielhälfte konnte sich das österreichische Team absetzen. Ballgewinne der jetzt sehr gut funktionierenden Abwehr wurden in Gegenstoßtore umgewandelt, und so konnte eine komfortable Führung herausgeholt werden. Erst gegen Spielende ging durch einige Wechsel die Ordnung etwas verloren, und so gelang dem Gastgeber noch eine Ergebniskorrektur. Das Endergebnis lautete 35:32 (Spielzeit 90 Minuten).

Herausragend beim Team Austria war jedenfalls Marc Haunold (WAT Atzgersdorf) als zentraler Spieler im Rückraum, der nicht nur das Spiel in der Mannschaft dirigierte und seine Nebenleute im Rückraum als auch am Kreis toll in Szene setzte, sondern mit 10 Treffern auch Topscorer des Teams war. Extrem robust und durchschlagskräftig und mit gutem Spielverständnis ausgestattet, überzeugte Julian Klettenhofer (HC Vöslau) sowohl in der Abwehr als auch auf der linken Rückraumseite. Leon Carniel (WAT Atzgersdorf) war nicht nur der Fels im Deckungszentrum, sondern zeigte auch am Kreis im Zusammenspiel mit seinem Clubkollegen Marc Haunold für tolle Kombinationen und Tore verantwortlich. Johannes Demmerer (Medalp Handball Tirol) und Lukas Kohlmaier (HC Vöslau) lieferten auf der rechten Seite sowohl im Angriff als auch in der Abwehr eine gute Leistung.

Am dritten Tag stand ein Spiel in Balatonfüred gegen eine Mannschaft, die im Jahrgang 98 in Ungarn zur absoluten Spitze zählt, auf dem Programm. Die ASKÖ-Auswahl startete mit einer 6:0-Verteidigung in dieses Match, welche sich ziemlich rasch als ungeeignet gegen die starken Rückraumwerfer des Gegners erwies. Im Angriff gelang es Marc Haunold ein ums andere Mal mit kreativen Lösungen die Abwehr des Gegners auseinanderzuspielen. Abwechselnd setzte er den jeweiligen Kreisspieler in Szene bzw. spielte mit seinen Rückraumkollegen Julian Klettenhofer und Johannes Demmerer Lücken in die Abwehr des Gegners. Als dann durch eine Umstellung auf ein offensives Deckungssystem (3:2:1) auch noch die Abwehr zu funktionieren begann, konnte sich unsere Mannschaft mit +4 absetzen. Dabei überzeugten Leon Carniel im Abwehrzentrum und Eric Damböck (Fivers WAT Margareten) auf der 1er-Position mit aggressivem Deckungsspiel und schnellen Kontertoren.

Leider störten die ungarischen Schiedsrichter in dieser Phase mit ein paar Katastrophenpfiffen den Spielrhythmus, sodass dem Gegner wieder der Anschluss gelang. In der zweiten Halbzeit spielte das ASKÖ-Team wieder beherzt auf, die Torhüter hielten, was es zu halten gab, und Eric Damböck im Konter bzw. Marc Haunold aus dem Rückraum sorgten wieder für einen 4-Tore-Vorsprung. Gegen Ende der Partie versuchte der Gegner mit Härteeinlagen den Spielfluss zu stören, als auch das erfolglos blieb, griffen die ungarischen Schiedsrichter wieder mit ein paar eklatanten Fehlpfiffen in das Spielgeschehen ein und ermöglichten mit diesen dem Gegner das Spiel zu drehen. Aufgrund einiger Unkonzentriertheiten konnte der Gegner in der Folge Tor um Tor aufholen und gegen Ende sogar in Führung gehen. Die Schlusspunkte setzten dann abermals die Referees, als sie ein brutales Foul an Jo Demmerer ungeahndet ließen und der ASKÖ-Mannschaft auch noch einen Ballgewinn verweigerten. Damit war die Partie endgültig verloren. Das österreichische Team beeindruckte mit einer starken Leistung sowohl in der Abwehr als auch im Angriff, leider trübte der eine oder andere unnötige technische Fehler bzw. Fehlwurf die sehr gute Mannschaftsleistung. Schlussendlich konnte man im Schneegestöber zwar mit kleineren Blessuren, jedoch im Großen und Ganzen verletzungsfrei, die Rückreise Richtung Veszprem antreten.

Am letzten Tag des Aufenthaltes stand noch das Spiel gegen die von der ungarischen Handballikone Joszef Elés betreute Mannschaft von MKB Veszprem 96 auf dem Programm. Hier standen den Burschen vor den Augen von Starspieler Christian Zeitz (Kiel, MKB Veszprem) in der beeindruckenden Veszprem-Arena ein paar Spieler gegenüber, welche bereits erste internationale Erfahrungen in der SEHA-Liga gesammelt haben. In diesem Spiel zeigte die Mannschaft eine tolle kämpferische Einstellung. Mit einer offensiven und trotzdem kompakten Deckung wurde der anfangs etwas überheblich auftretende Gegner schlussendlich mit +1 besiegt. Dabei überzeugten wieder Marc Haunold, Julian Klettenhofer und Fabian Glätzl auf den Rückraumpositionen, sowie Leon Carniel in der Abwehr und mit einer überragenden Leistung auf der Kreisposition

Fazit des Trainingslehrganges:

Alle Spieler haben wirklich toll trainiert. Auch disziplinär verhielt sich das Team top, und die Stimmung war hervorragend. Es gab keine gröberen Verletzungen und einige Spieler konnten gegen körperlich und handballtechnisch sehr starke Gegner beweisen, dass sie auch international mehr als konkurrenzfähig sind und haben sich somit für höhere Aufgaben in österreichischen Auswahlteams empfohlen.

Kader

Marc Haunold, WAT Atzgersdorf Matthias Schifferer, Metalp HB Tirol Leon Carniel, WAT Atzgersdorf Alexander Egger, ATV Trofaiach Tomislav Ljubic, WAT Atzgersdorf Fabian Glätzl, Fivers WAT Margareten Benjamin Putschner, WAT Atzgersdorf    Erik Damböck, Fivers WAT Margareten Leonhard Klick, HC Vöslau Patrick Kroiss, Fivers WAT Margareten Lukas Kohlmaier, HC Vöslau    Luka Wallishauser, Fivers WAT Margareten Tobias Woschitz, HC Vöslau    Oliver Kaufmann, SG HB West Wien Julian Klettenhofer, HC Vöslau    Max Mitterecker, WAT Fünfhaus Johannes Demmerer, Metalp HB Tirol    Nimanaj Arianit, WAT Fünfhaus Christoph Demmerer, Metalp HB Tirol      

Betreuerteam

Mag. B.-Olivier Haunold (Trainer/Coach), Kurt Frimmel (Delegationsleiter)

2016-01-Handball-Ungarn-maennlich-2

zurück